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Abgar ArtikelAbgar war ein Name eines syrischen Herrschergeschlechtes des osrhoenischen Reichs zu Edessa in Mesopotamien.
Als Stifter der Dynastie wird Urhoi Bar Chevjo , um 132 v. Chr. genannt.
Unter den 28 Fürsten ist der 14. hervorzuheben, Abgar V. Ukama (der Schwarze), 4 v. Chr. - 7 n. Chr. und 13 n. Chr. - 50 n. Chr. nach einer Nachricht ein Sprössling des Geschlechts der parthischen Arsakiden und sogar Augustus' engster Freund.
Dieser Abgar soll bei einer Krankheit Jesus brieflich zu sich eingeladen, dieser aber den Ruf abgelehnt und einen seiner Jünger zu senden versprochen haben. Nach der Himmelfahrt soll dann Thomas den Thaddäus gesandt und dieser, in der syrischen Überlieferung Apostel Addai genannt, den König und die Stadt für das Evangelium gewonnen haben. Eusebius zufolge wurde nicht er, sondern Judas, ein Sohn des Thaddäus, geschickt, und zwar in dem Jahre 29 n.Chr.
Im Manichäismus lautete der Name einer der bekanntesten Missionare, Addai. Daraus wird eine Entlehnung des christlichen Addai zur Abgarlegende vermutet, die ihre Wurzel in dem damaligen Konkurrenzkampf zwischen Christentum und Manichäismus hat.
Eusebius selber fand persönlich die beiden Originalbriefe in dem Archiv von Edessa. Er kopierte sie in seine Kirchengeschichte (Band I, ungefähr 325 n. Chr.). Eusebius bemerkt auch, dass die briefliche Rückantwort von Jesus stamme.
Die Unechtheit der beiden von Eusebius bewahrten Briefe wurde schon 494 vom Papst Gelasius äußerst. Die ganze Erzählung ist seiner Ansicht nach eventuell die Erfindung eines edessanischen Christen, der dadurch seiner Gemeinde ein hohes Alter zusprechen wollte. Die Abgar-Bilder, die ältesten Bildnisse Christi, nachdem wunderbaren Porträt, das der Sage nach Jesus selbst seinem Anhänger, dem König Abgar Ukama, zugeschickt haben soll, gehören der morgenländischen Kirche an (seit dem 4. Jahrhundert) und sind von einem düsteren, finsteren Charakter, starr und schmerzvoll. Eine Art Opposition dagegen von seiten Roms bilden die Veronikabilder. Die erste gesicherte dokumentarische syrische Erwähnung eines Bildes, gemalt vom Abgesandten Hannan vom lebenden Gesicht Jesus, finden sich schon vom Ende des 4. Jahrhunderts in den Lehren des Addai (Doctrina Addai, oder Teaching of Addai). Demnach soll Hannan dem König Abgar nicht ca. die Botschaft Jesus, sondern auch ein Bildnis mitgebracht haben, der es in seinem Palast verwahrte. Zwei griechische Formen dieser Legende finden sich auch in den Acta Thaddaei (Acts of Thaddaeus). Ebenso bei Moses von Chorene in seiner Geschichte der Armenier von der Mitte des 5. Jahrhunderts. Auch existieren mehrere Inschriften dieser Legende auf Steinen. Diese Sage vom König Abgar in dem Briefwechsel mit Jesus war in dem Mittelalter sehr populär.
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- Lipsius: Die edessanische Abgarsage, Braunschweig 1880
- Matthes: Die edessanische Abgarsage auf ihre Fortbildung behandelt, Leipzig 1882
- Alexander Mirkovic: Prelude to Constantine : The Abgar Tradition in Early Christianity. Peter Lang, Frankfurt, ISBN 3-6315-2382-3,
- Schneemelcher,Wilhelm: Neutestamentliche Apokryphen. Band 1. Mohr (Paul Siebeck) Tübingen. 6. Auflage 1999. ISBN 3-16-147252-7
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